11.05.2019, von Marcel Reeb

Jahreshauptübung 2019 - Abschied und Aufbruch zugleich

Am 11. Mai 2019 wurde die Jahreshauptübung der Heusweiler Wehr zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz und Technischen Hilfswerk vollzogen.

Für den in diesem Jahr verantwortlichen Ortsteil Wahlschied, unter Federführung des dortigen Löschbezirks, hat das Übungsmanuskript quer durch alle Organisationseinheiten wieder elementare Grundfertigkeiten wie die Menschenrettung, Verletztenversorgung und Brandbekämpfung vorgesehen gehabt. Ein „Abschied“ insofern, weil es sich um die letzte Übung in Form einer öffentlichen Schauübung handelte – ein „Aufbruch“, weil die Heusweiler Wehr mit der am selben Tag stattgefundenen Schlüsselübergabe zur neuen Wache „Heusweiler-Mitte“ dem Einzugstermin immer näher rückt. Nach dem obligatorischen Antreten an der Sport- und Kulturhalle Wahlschied, steuerten die Einheiten ihre Bereitstellungsräume an – so auch der THW-Ortsverband Heusweiler. Dieser nahm mit seinem Zugtrupp und der Ersten Bergungsgruppe am Übungsgeschehen teil. Ersterer positionierte sich auf dem Dorfplatz gegenüber der evangelischen Kirche, und nahm dort die Einsatzleitung-THW wahr. Zweitere steuerte die nur zirka 100 Meter entfernte Übungsstelle in der Straße „Im Dorf“ an. Aufgrund der Meldung, das eine Person eingeklemmt unter mehreren Baumstämmen liegen würde, trugen zwei THW-Helfer bereits auf Anfahrt Schnittschutzhosen für den potentiellen Einsatz von Motorkettensägen. Vorort fand zunächst eine Einweisung seitens des Gruppenführers statt. Es folgte eine Sicherung des Fahrzeuges mit Unterlegkeilen sowie der Einsatzstelle mit Pylonen samt Blitzleuchten. Zu den Sicherungsarbeiten gehörte auch das in-den-Boden-schlagen von Erdspießen zum Stabilisieren der ineinander verkeilten Holzstämme. Umgehend wurde die eingeklemmte Person erstversorgt – primär psychisch, aber auch physisch mittels Rettungsdecke, um dem witterungsbedingt beschleunigten Wärmeverlust entgegenzuwirken. Die Bergungshelfer setzten aus Elementen des Einsatz-Gerüst-Systems einen Dreibock zusammen, an dessen Kopf wenig später ein Kettenzug ragte. Dieser Kettenzug war per Rundschlinge mit dem Baumstamm verbunden. Parallel unterbauten Helfer das Ende des besagten Stammes, welcher auf den Verletzten drückte, unter Einsatzes von schweren Vierkanthölzern und pneumatisch betriebenen Hebekissen. Im aufeinander abgestimmten Zusammenspiel der zwei Verfahren „Heben und Ziehen“, gelang es letztlich die verletzte Person zu befreien und an die Kräfte des DRK zu übergeben. Die Einsatznachbesprechung fand im Rahmen der Schlüsselübergabe zur neuen Feuerwache und des „Helferfestes“, eine Danksagung der lokalen Politik an die am letztjährigen Hochwassereinsatz beteiligten Einsatzkräfte, in der zukünftigen Fahrzeughalle statt. Neben Berufungen und Beförderungen durch die Freiwillige Feuerwehr Heusweiler, gab es zwei besonders erwähnenswerte Ehrungen, unterzeichnet von der Feuerwehrspitze in Berlin: Dirk Ziegler und Marc Loris erhielten das Ehrenzeichen in Silber. Auch von unserer Seite – Herzlichen Glückwunsch.


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